Die ersten Male denkst du noch, es war nur Glück...
Nach dem ersten Mal, wo dich ein Auto fast erwischt hat, denkst du: "Puh, nochmal Glück gehabt. Der Fahrer war wohl unaufmerksam."
Nach dem zweiten Mal: "Okay, vielleicht war mein Rücklicht zu schwach. Ich sollte aufpassen."
Nach dem dritten Mal wird dir langsam klar: Das Problem bist nicht du. Es ist das System.
Michael K. aus Hamburg fuhr drei Jahre lang täglich mit dem Fahrrad zur Arbeit. Jeden Tag die gleiche Strecke. Jeden Tag mit Rücklicht. Jeden Tag vorsichtig. Und trotzdem:
"Ich wurde mindestens einmal pro Woche von Autos angehupt, die mich beim Bremsen fast gerammt hätten. Anfangs dachte ich, ich mache was falsch. Aber dann habe ich verstanden: Die sehen einfach nicht, dass ich bremse."
Die ersten Wochen ignorierst du es noch. Du sagst dir: "Ich fahre einfach vorsichtiger. Ich gucke öfter nach hinten. Ich bremse sanfter."
Aber dann merkst du: Egal wie vorsichtig du fährst – du kannst nicht kontrollieren, was der Autofahrer hinter dir sieht. Oder eben nicht sieht.
Und genau in diesem Moment wird dir bewusst: Du bist jeden Tag ein Risiko unterwegs. Nicht weil du schlecht fährst. Nicht weil du unvorsichtig bist. Sondern weil Autofahrer biologisch darauf programmiert sind, auf Bremslichter zu reagieren – und du hast keine.
Die Frage ist nicht mehr "ob" es passiert. Die Frage ist nur noch "wann".