Und dann kam der 3. Januar 2026.
Frühmorgens, kurz vor sechs Uhr, brannte eine Kabelbrücke im Südwesten Berlins. Ein gezielter Brandanschlag. Eine linksextreme Terrorgruppe, die sich öffentlich dazu bekannte.
Das Ergebnis: 45.000 Haushalte und über 2.200 Betriebe ohne Strom. Mitten im tiefsten Winter. Keine Heizung. Kein warmes Wasser. Die S-Bahn stand still. Supermärkte blieben geschlossen. Das Mobilfunknetz brach zusammen. Die Notrufnummern 112 und 110 waren nur noch eingeschränkt erreichbar.
Fünf Tage lang.
Der längste Stromausfall in der Geschichte Berlins seit Kriegsende.
Rentner und kranke Menschen wurden auf Feldbetten in Turnhallen untergebracht. Erst nach Tagen rückte die Bundeswehr an. Und der Regierende Bürgermeister? Saß den ersten Tag in seinem Büro.
Im Bundestag fielen später diese Worte: „Die Bürger blieben allein."
Nicht meine Worte. Die Worte ihrer eigenen Politiker.
Und jetzt kommt der Teil, der mich am meisten beschäftigt.
Das war kein koordinierter, großflächiger Angriff auf das gesamte deutsche Stromnetz. Das war eine Handvoll Menschen mit einem Feuerzeug an einer einzigen Kabelbrücke.
Was passiert, wenn der nächste Angriff größer ist?
Was passiert bei einem Extremwetterereignis, das mehrere Bundesländer gleichzeitig trifft? Bei einer Kettenreaktion im europäischen Verbundnetz? Bei einem koordinierten Angriff auf kritische Infrastruktur?
Experten haben eine Antwort darauf. Netzbetreiber auch. Das Bundesamt auch.
Aber die Antwort, die sie geben, ist leise. Sehr leise.